In Lautertal-Reichenbach bleibt der Kriminalfall nicht auf der Bühne. Beim Krimidinner rückt das Geschehen unmittelbar an die Tische und entwickelt sich über den gesamten Abend hinweg. Zwischen den servierten Gängen erscheinen neue Hinweise, Verdachtsmomente verschieben sich und die Frage nach Täter und Motiv wird zunehmend kniffliger.
Der Odenwaldort Reichenbach liegt eingebettet in das Tal der Lauter und unmittelbar unterhalb des Felsbergs mit seinem weithin bekannten Felsenmeer. Damit besitzt Lautertal-Reichenbach ein Umfeld, das sich deutlich von einer Veranstaltung in einer Großstadt unterscheidet: Die Landschaft und der eigenständige Charakter des Ortes bilden den Rahmen für einen Abend, bei dem die Geschichte im Mittelpunkt steht.
Das Gasthaus „Zur Traube“ befindet sich im Ortsmittelpunkt und blickt auf eine lange gastronomische Tradition zurück. Hier wird das gemeinsame Essen zum Bestandteil eines Theaterabends, bei dem Beobachtungsgabe gefragt ist. Wer möchte, verfolgt Spuren und Aussagen besonders genau; wer sich lieber überraschen lässt, erlebt die Wendungen der Handlung aus nächster Nähe. Beides gehört zum Krimidinner in Lautertal-Reichenbach.
Ein ungelöstes Verbrechen, mehrere verdächtige Figuren und ein Menü, das den Abend kulinarisch begleitet: Das Krimidinner in Lautertal-Reichenbach macht die Gäste zu unmittelbaren Beobachtern einer Geschichte, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach offenbaren. Statt einer klaren Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum entfaltet sich das Schauspiel mitten im Raum. Dadurch entsteht eine Nähe zur Handlung, die klassisches Theater mit einem Restaurantbesuch verbindet.
Lautertal-Reichenbach ist eng mit der Landschaft des Odenwaldes verbunden. Der Ort liegt im Tal der Lauter; nördlich davon erhebt sich der Felsberg mit dem Felsenmeer, einer ausgedehnten Ansammlung großer Gesteinsblöcke und einer der markanten geologischen Sehenswürdigkeiten der Region. Wanderwege wie der Nibelungensteig führen ebenfalls durch die Gemeinde Lautertal. Naturraum und Ortsgeschichte geben Reichenbach ein unverwechselbares Profil und schaffen einen reizvollen Kontrast zur fiktiven Welt eines kriminalistischen Theaterabends.
Mit jedem Abschnitt der Geschichte verändert sich die Ausgangslage. Neue Informationen kommen hinzu, vermeintlich eindeutige Spuren verlieren an Bedeutung und Figuren zeigen Seiten, die zuvor verborgen geblieben sind. Die Gäste können diese Entwicklungen aufmerksam verfolgen und ihre eigene Theorie zum Fall entwickeln. Dazwischen werden die Gänge des Menüs serviert. Dadurch wechseln sich Schauspiel, gemeinsames Essen und Zeit zum Nachdenken auf natürliche Weise ab, ohne dass eines dieser Elemente lediglich Begleitung des anderen ist.
Der Abend spricht sowohl Krimifans als auch Menschen an, die nach einer besonderen Form des gemeinsamen Essengehens suchen. Für einen Abend zu zweit bietet das Format ebenso einen passenden Rahmen wie für Freundeskreise, Familien oder Gruppen. Niemand muss dabei eine Rolle übernehmen oder aktiv mitspielen. Die persönliche Beteiligung kann ganz unterschiedlich ausfallen: vom entspannten Verfolgen der Geschichte bis zur genauen Analyse jedes Hinweises. Am Ende steht die Auflösung eines Falls, der den gesamten Abend über für Gesprächsstoff sorgt.